Willkommen bei Marketing Pate :)

Wir verwenden Cookies auf unserer Website Marketing-Pate.de, um Ihnen ein optimales Nutzererlebnis zu bieten. Wir setzen sowohl technisch erforderliche Cookies, als auch Cookies von Drittanbietern für Marketing- und Analysezwecke ein. Sie können die Einwilligung jederzeit widerrufen. Weitere Informationen zu den Cookies, die wir verwenden, und zu Ihren Rechten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ablehnen

Mehr erfahren - Datenschutz
Employer Branding - Definition und Trends 2025 - Marketing Pate

Von Christian Jäger am 18. März 2025

Employer Branding – Definition und Trends 2025

Mit der richtigen Strategie zur attraktiven Arbeitgebermarke und erfolgreichem Recruiting

In diesem Beitrag zeige ich dir die Welt des Employer Brandings detailliert auf: Was genau ist eigentlich Employer Branding? Welche Vorteile hat eine detaillierte Strategie für dein Unternehmen? Wie erstelle ich eine individuelle Arbeitgebermarke und was sind die wichtigsten Trends für 20205?

Avstrakte Grafik als Beitragsbild zu Employer Branding
Avstrakte Grafik als Beitragsbild zu Employer Branding

Was beschreibt „Employer Branding“?

Das Employer Branding, oder auch Arbeitgebermarke, ist ein entscheidender Teil in der Personalmarketing Strategie und somit ein Grundpfeiler des Personalmarketings.

Modernes Employer Branding sorgt für einen starken Auftritt des Unternehmens in allen Bereichen des Personalmanagements – von der Talentakquise über das Onboarding bis hin zu zur gelebten Unternehmensphilosophie von langjährigen Mitarbeitern. Ein Individuelles Markenversprechen als Arbeitgeber ist im Kampf um die besten Talente in den meisten Branchen unabdingbar geworden.

2 Personen entwickeln eine Strategie im Büro mit Ausblick über die Stadt

Welche Ziele verfolgen Unternehmen mit dem Einsatz von Employer Branding?

Je nach Unternehmen und Branche können die Ziele individuell variieren. Hier die wichtigsten Ziele der meisten Unternehmen:

  • Fluktuationsrate senken
  • Attraktivität für passende Kandidatinnen steigern
  • Identifikation steigern
  • Kosten pro Einstellung senken
  • Bessere Arbeitgeberbewertungen erhalten
  • Bessere Talentakquise durch mehr passende Bewerbungen
Futuristische Abbildung eines Netzwerks zum Personalmarketing

Was sind die wichtigsten Bestandteile einer Arbeitgebermarke?

Eine Arbeitgebermarke besteht aus viele einzelnen Bereichen, welche gut zusammenspielen müssen:

Employer Value Proposition

Das Versprechen der Arbeitgebermarke an Bewerberinnen und Mitarbeiterinnen

Branding und visuelle Identität

Der visuelle Auftritt einer Marke ist wichtiger denn je.

Sprache und Kommunikation

Eine passende Sprache für die Kommunikation der Hauptzielgruppe

Employer Branding Kampagnen

Gezielte Kampagnen für die Erreichung der Ziele im Personalmarketing mit Employer Branding

Warum sollten Unternehmen eine detaillierte Strategie für ihr Employer Branding nutzen?

Konkurrenzkampf um die besten Talente

Ein klassischer Satz von Unternehmern – die Konkurrenz schläft nie. Da sehr viele Unternehmen schon auf ein professionelles Employer Branding setzen, sollte das eigene Unternehmen diese Möglichkeit nicht liegen lassen.

Kosten senken

Eine erfolgreich aufgebaute Arbeitgebermarke kann die Kosten pro Einstellung stark senken.

Vakanzen schneller besetzen

Durch die gezielte und optimierte Ansprache an passende Kandidatinnen lassen sich häufig offene Stellen sehr viel schneller besetzen.

Mitarbeiterinnen langfristig binden

Durch eine höhere Attraktivität des Arbeitgebers lässt sich auch die Fluktuation senken.

Stärkt auch den Eindruck bei vielen Kunden

Natürlich steigert eine attraktive Arbeitgebermarke auch den Gesamteindruck bei Bestands – und Neukunden.

Welche Strategien verwenden erfolgreiche Unternehmen für ihre Arbeitgebermarke?

Es gab in den letzten Jahren immer wieder spannende Trends im Personalmarketing rund um eine erfolgreiche Optimierung der Arbeitgebermarke. Nachfolgend die vielversprechendsten Strategien von Unternehmen:

Maßnahmen zur Förderung von Diversität und Inklusion

Inklusion und Diversität hat im Vergleich zu den letzten Jahrzenten einen deutlichen Sprung in der Priorität gemacht. Viele Unternehmen sehen hier ein großes Potential, welches Jahrzentelang nicht optimal gneutzt wurde.

Authentische Unternehmenskultur

Es reicht vielen Kandidatinnen sichtbar nichtmehr, einfach hohle Phrasen als Core Values der Unternehmenskultur zu nutzen. Gerade die jüngste Generation um Gen-Z achtet vermehrt auf die Authentizität und Glaubwürdigkeit solcher Versprechen.

Mitarbeiterförderung und Entwicklung

Eine lebenslange Mitarbeiterförderung rückt immer mehr in den Mittelpunkt zur Gewinnung und langfristigen Bindung von passenden Mitarbeiterinnen.

Integration von Corperate Social Responsibility

Eine weitere Entwicklung der Gesellschaft, sehr stark um die Gen-Z: Die soziale Verantwortung von Unternehmen. Engagements für Klimawandel und Einsatz für die Gleichberechtigung aller Menschen mit Verringerung sozialer Unterschiede.

Influencer Marketing

TikTok, Snapchat oder auch Instagram: Die Attraktivität einer Arbeitgebermarke kann mit dem geschickten Einsatz von Social Media Kampagnen unter Einsatz der Reichweite von Influencern enorm gesteigert werden.

Wie entwickelt man ein individuelles Employer Branding?

  1. Check: Welche Dienstleister sollen genutzt werden?
    Am Anfang sollten die Überlegungen zur Einbindung externer Dienstleister wie Employer Branding Agenturen und Berater für Arbeitgebermarken stehen. Überlege dir hier genau, welche Schritte intern und welche extern vorgenommen werden sollten.
  2. Integration in Unternehmensstrategie
    Im zweiten Schritt folgt die Integration des Employer Brandings in die allgemeine Unternehmensstrategie. Hier sollte genau definiert werden, welche der aktuellen und langfristigen Ziele mit der Hilfe des neuen Employer Brandings unterstützt werden sollen (z.B. Fokus auf Senkung der Kosten pro Einstellung, um Budget einsparen zu können).
  3. Die Unternehmenskultur
    Einer der wichtigsten Schritte ist die genaue Ausarbeitung der Unternehmenskultur Core Values und Vorgaben an bestehende und neue Mitarbeiterinnen. Hier sollte auch nach möglichst starken Differenziatoren zur Konkurrenz geschaut werden.
  4. Übertragung der Zielgruppe
    Ist die Unternehmenskultur festgesetzt, kann es an die genaue Zielgruppendefinition in Verbindung mit der ganzheitlichen Personalmarketing Strategie gehen. Je genauer die Zielgruppe hier ausgearbeitet wird, desdo passender werden Bewerbungen sein.
  5. Definition Benefits
    In Abstimmung mit der Unternehmenskultur und der Zielgruppe sollten passgenaue Benefits erarbeitet werden. Das Angebot der Vorteile kann oft ein entscheidender Grund für potentielle Talente sein, sich für oder gegen einen Arbeitgeber zu entscheiden.
  6. Welche Kanäle sollen genutzt werden?
    Die Auswahl an passenden Kanälen ist heute für jede Zielgruppe riesig: Jobportale, Social Media wie TikTok,  Recruiting-Events, Jobmessen , Hochschulen (Hochschulmarketing) und weitere. Je nach Branche und Bewerberprofil sollten hier die erfolgversprechendsten Kanäle fokussiert angegangen werden.
  7. Ausarbeitung der visuellen und Sprachlichen Kommunikation
    Mit all den Informationen aus den Schritten zuvor, lässt sich im Detail eine zielgruppenspezifische Ansprache mit optimaler Kommunikation über alle Inhalte und Kanäle erarbeiten.
  8. Detaillierte Zusammenfassung der Arbeitgebermarke
    Am Ende sollte eine detaillierte Zusammenfassung mit Ausabarbeitung zur Präsentation innerhalb des Unternehmens stehen.
  9. Change Management: Workshops und Schulungen für Mitarbeiterinnen
    Gibt es gravierende Änderungen in der Arbeitgebermarke müssen alle Mitarbeiter des Unternehmens mit dem passenden Changemanagement und Workshops mit an Bord geholt werden. Ohne diesen Schritt kann eine neue Strategie der Arbeitgebermarke schnell verpuffen.

6 Tipps zur Erstellung deiner individuellen Arbeitgebermarke

  1. Mitarbeiter von Anfang an in die neu zu entwickelnde Arbeitgebermarke einbeziehen
  2. Steigerung des Mitarbeitermanagements als KPI
  3. Offboarding bestmöglich über die Bühne bringen
  4. Liste passende Influencer fortlaufend aktualisieren
  5. Externe Ressourcen nutzen
  6. Herausragende Unternehmensleistungen (auch einzelner Abteilungen) führen zu gutem Image

Wie kann ich den Erfolg und die Leistung meiner Arbeitgebermarke messen?

Für die Messung des Erfolgs deiner Arbeitgebermarke solltest du unbedingt schon vor dem Start der neuen bzw. angepassten Marke entsprechende Kennzahlen festlegen. Solche KPIs sind meist individuell zu den Zielen des Unternehmens angepasst.
Mit den festlegten Kennzahlen kannst du dann zunächst den Status Quo festhalten, um einen Vergleichspunkt für spätere Zeitpunkte der neuen Strategie parat zu haben.

Hier einige Beispiele für KPIs zur Erfolgsmessung vom Employer Branding:

Fluktuationsrate, Mitarbeiterbefragungen, Bewertungen, Kosten pro Einstellung, Einstellungen, Kündigungen, Bewerberzahlen

Empfehlungen für Tools zum Employer Branding

  • Social Media Plattformen: LinkedIn, Xing
  • Mitarbeiterbewertungen: Glassdoor, Kununu
  • CRM und E-Mails: Hubspot, Salesforce, Chimp
  • Social Media Managment: Hootsuite, Buffer
  • Recruiting und Active Sourcing: LinkedIn Recruting
  • Employee-Advocacy: EveryoneSocial
  • Inhalte: Canvas, Adobe Express, Vouch
  • Karriere-Websites:Greenhouse, Workable

Was ist in diesem Jahr an Trends für Arbeitgebermarken und Personal zu erwarten? Ich sehe vorneweg die KI als Haupttrend, aber auch die Erfahrung mit dem Unternehmen von Bewerberinnen und Mitarbeitenden. Hier eine Übersicht der zu erwartenden und zuküfntigen Entwicklungen im Employer Branding:

Einsatz von KI im Recruiting

Künstliche Intelligenz erobert weiter weite Teile des Personalmarketings. Es wird immer weitere Normalität werden, KI-Tools fürs Recruiting einzusetzen.

Experience, also die Erfahrung, wird in diesem Jahr mehrere Bereiche betreffen. Zum einen steht die  Optimierung der Candidate Experience im Mittelpunkt, um Kandidatinnen einen bestmöglichen Bewerbungsprozess zu bieten. Zum anderen ist die Employer Experience (also die Erfahrung von Mitarbeitenden) immer wichtiger, um Fachkräfte möglichst lange im Unternehmen zu binden. Im Detail bedeutet das eine Positive und Wertschätzende Arbeitsumgebung, sowie eine langefristige Entwicklungsmöglichkeit für Mitarbeitende.

Personalisierung der Candidate Journey

Die modernsten technischen Möglichkeiten lassen in der Zukunft eine noch bessere und tiefere Personalisierung im Bewerbungsprozess zu.

Flexibilität und hybride Arbeitsmodelle

Auch einige Jahre nach Corona sind in vielen Unternehmen hybride Arbeitsmodelle mit der Möglichkeit des Homeoffice etabliert. Gerade weil einige große Unternehmen die Rückkehr von bis zu 100% Arbeit vor Ort angekündigt haben, kann das Homeofficeangebot ein entscheidender Vorteil für dein Unternehmen sein.

Mitarbeitende als Markenbotschafter in Social Media

Die Idee eigene Mitarbeitende als Botschafter zur Stärkung der Arbeitgebermarke einzusetzen, ist nicht neu. Mit steigendem Erfolg von Kanälen wie TikTok wird der Einsatz von Mitarbeitenden als Markenbotschafter in Zukunft allerdings noch weiter an Bedeutung gewinnen.

3 Fallstudien mit praktischen Beispielen für gutes Employer Branding:

Google

Warum es funktioniert:

  • Google ist bekannt für seine innovative und inspirierende Unternehmenskultur.
  • Sie legen großen Wert auf Mitarbeiterzufriedenheit, bieten zahlreiche Benefits und fördern die persönliche Entwicklung
  • Ihre Karriereseite und Social-Media-Kanäle vermitteln ein authentisches Bild der Arbeitsatmosphäre.
  • Google ist für seine Bemühungen um Vielfalt und Inklusion bekannt.

Besondere Merkmale:

  • Attraktive Arbeitsumgebungen (z. B. „Googleplex“).
  • Fokus auf Innovation und Kreativität.
  • Starke Präsenz auf Social Media und Plattformen wie Glassdoor.

Salesforce

Warum es funktioniert:

  • Salesforce hat eine starke Unternehmenskultur, die auf Werten wie Vertrauen, Kundenorientierung und Innovation basiert.
  • Sie engagieren sich aktiv für soziale Verantwortung und Nachhaltigkeit.
  • Ihre Mitarbeiter sind stolz darauf, für das Unternehmen zu arbeiten, und fungieren als Markenbotschafter.
  • Salesforce legt einen grossen Wert auf die Gleichstellung ihrer Mitarbeiter, und fördert diese.

Besondere Merkmale:

  • „Ohana“-Kultur, die ein Gefühl der Gemeinschaft fördert
  • Starkes Engagement für wohltätige Zwecke.
  • Transparente Kommunikation und offene Feedbackkultur.

Deutsche Bahn

Warum es funktioniert:

  • Die Deutsche Bahn hat in den letzten Jahren ihre Employer-Branding-Strategie stark verbessert.
  • Sie setzen auf authentische Mitarbeitergeschichten und zeigen die Vielfalt der Karrieremöglichkeiten
  • Die Deutsche Bahn setzt auf die Sicherheit eines grossen Unternehmens, und bietet viele Weiterbildungsmöglichkeiten an.
  • Sie nutzen Social Media aktiv, um ihre Arbeitgebermarke zu stärken.

Besondere Merkmale:

  • Fokus auf Vielfalt und Inklusion.
  • Kampagnen, die die Bedeutung der Arbeit der Mitarbeiter hervorheben.
  • Starke Präsenz auf Karrieremessen und Online-Plattformen.
christian Jaeger

Über den Autor

Christian Jäger - Gründer Marketing Pate

Seit 2004 beschäftige ich mich mit digitalem Marketing. Wissen und die Weitergabe sind für mich essentiell, weshalb ich Marketing Pate ins Leben gerufen habe.

Nehmen Sie gerne Kontakt auf, wenn Sie Fragen haben oder Hilfe benötigen.